Presseinformation GDM
 

Deutsche Metallgießer bleiben für 2005 optimistisch

Produktion und Umsatz weiterhin auf hohem Niveau
 

Düsseldorf, 7.12.2004 – Die deutschen NE-Metallgießereien stehen bei Umsatz und Produktion erneut vor einem Rekordjahr. Vor allem der Aluminiumguss trägt maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Für 2005 erwartet der Vorsitzende des Gesamtverbandes Deutscher Metallgießereien (GDM), Bernd Voigtländer, dass die Branche bei Beschäftigung, Produktion und Umsatz leicht zulegen wird. Auch die mittel- und langfristigen Aussichten werden aussichtsreich gesehen.

 

Die Mehrzahl der deutschen Metallgießer ist laut Voigtländer mit dem Geschäftsjahr 2004 zufrieden. Die Produktion stieg in den ersten neun Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,8 Prozent auf 666.013 Tonnen und wird den Rekordwert von 2003 (846.063 t) aller Voraussicht nach übertreffen. Bei Umsatz und Beschäftigung knüpft die Branche an die Zahlen des Vorjahres an (2003: 3,87 Mrd. Euro, 35.000 Mitarbeiter).

 

Der Produktionsanstieg geht vor allem auf die Entwicklung beim Leichtmetall Aluminium zurück: Die hohe Produktion in der deutschen Automobilindustrie trug laut GDM-Hauptgeschäftsführer Gerhard Klügge in den ersten drei Quartalen zu einer Mengenausweitung auf 537.776 t (+5,7%) bei. Dagegen scheint beim Magnesiumguss die „Euphorie“ der letzten Jahre unterbrochen. Hier ging die Produktion auf 18.195 t (-4,5%) zurück. Bei den Buntmetallen war die Gussproduktion ebenfalls rückläufig: beim Kupfer um 4,5 Prozent auf 64.107 t, beim Zink um 13,2 Prozent auf 43.344 t. In den Zahlen spiegelt sich unter anderem die nach wie vor schlechte Baukonjunktur wider.

 

Ausblick für 2005 optimistisch

 

In Erwartung, dass sich die deutsche Wirtschaft 2005 weiter erholt, zeigt sich Voigtländer für die Branche optimistisch. „Beschäftigung, Produktion und Umsatz werden im nächsten Jahr leicht zulegen“, sagte er. Die im internationalen Wettbewerb gut aufgestellte deutsche Automobilindustrie werde auch im kommenden Jahr eine wesentliche Stütze der NE-Leichtmetallgießereien sein. Sie profitiere beispielsweise vom Trend zu größeren Modellen.

 

Im Baugewerbe sei eine Trendwende zum Besseren dagegen nicht in Sicht. Die Nachfrage nach Gussprodukten im Buntmetallbereich werde eher auf Renovierungsausrüstungen zurückzuführen sein als auf neue Bauprojekte. Bei Bau- und Sanitärausrüstungen könne eine hohe Exportquote für eine leicht belebende Nach­frage sorgen. Gute Aussichten biete dagegen die Elektrotechnische und Elektronik-Industrie. „Die in den nächsten Jahren anstehenden Investitionen zur Modernisierung der Stromnetze und in den Bau neuer Kraftwerke wird positive Impulse für die Zuliefergießereien unserer Branche bringen“, so Voigtländer. Der Maschinen- und Anlagenbau als zweitwichtigste Abnehmerbranche der NE-Metallgießereien bleibe trotz der leichten Abschwächung 2005 eine wichtige Stütze der Branche.

 

Die mittel- und langfristigen Aussichten der Branche sind laut Voigtländer aussichtsreich. Der anhaltende Substitutionsdruck zugunsten von Leichtbau-Werkstoffen bleibe ein wichtiger Wachstumsmotor der Aluminium- und Magnesiumgussproduktion. Für die langfristig guten Entwicklungschancen der Branche sprächen auch die hohe Qualität, Kompetenz und Innovationsfähigkeit der heimischen Metallgießereien. Daran habe der hohe Ausbildungsgrad der Mitarbeiter in den Unternehmen einen hohen Anteil. Entsprechend wichtig sei es, auch in Zukunft auf gut ausgebildete Fachkräfte auf allen Qualifizierungsstufen zurückgreifen zu können. „Die deutschen NE-Metallgießereien bieten hervorragende Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten“ sagte Voigtländer.

 

China verursacht noch „keine echten Engpässe“

 

Die 2004 spürbare Verknappung wichtiger Rohstoffe in Deutschland, vor allem durch das dynamische Wachstum in China wird von der NE-Metallgussbranche genau beobachtet. „Die für unsere Guss-Legierungen wichtigen Schrotte Aluminium, Zink und Kupfer werden geradezu vom deutschen und europäischen Markt abgesaugt. Doch war der Abfluss von Aluschrotten nach China in den letzten Monaten geringer als befürchtet. So ist, bislang jedenfalls, noch keine Engpasssituation wie bei anderen Branchen aufgetreten“, erklärte Voigtländer. Da die Metallpreise auf dem Legierungssektor üblicherweise eins zu eins an den Markt weitergegeben werden, blickten die Metallgießereien derzeit noch mit einer gewissen Gelassenheit auf die aktuelle Situation.

 
Für weitere Informationen:
Gesamtverband Deutscher Metallgießereien e.V.
Hauptgeschäftsführer Gerhard Klügge
Telefon: (02 11 ) 47 96 - 152
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