|
Presseinformation GDM
|
| |
| Deutsche Metallgießer produzieren auf
Rekordniveau |
| Bei Beschäftigung, Produktion und Umsatz ist
die Branche für 2004 optimistisch |
| |
| |
| Düsseldorf, 9.12.2003 - Die deutsche NE-Metallgussbranche
erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine Produktion auf Rekordniveau.
In fast allen Gießverfahren und Werkstoffen weisen die statistischen
Zahlen laut Gesamtverband Deutscher Metallgießereien (GDM) nach oben.
Für das kommende Jahr erwartet der neue GDM-Vorsitzende Bernd Voigtländer,
dass "Beschäftigung, Produktion und Umsatz zulegen werden".
Auch die mittel- und langfristigen Geschäftsaussichten seien positiv.
Sorgen bereite dagegen der anhaltende Fachkräftemangel. |
| |
| Trotz der gedämpften Konjunktur in Europa: Das Gros
der deutschen NE-Metallgießereien ist laut Voigtländer mit der
geschäftlichen Entwicklung zufrieden. Die Produktion in den ersten
drei Quartalen 2003 stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
um 2,4% auf 647.953 t und ist damit auf dem besten Weg, den Rekord von 2002
(846.063 t) zu übertreffen. Bei Umsatz und Beschäftigung wird
die Branche mit 3,7 Mrd. Euro und 34.400 Mitarbeitern an die Zahlen von
2002 anknüpfen. |
| |
| Wie der GDM-Hauptgeschäftsführer Gerhard Klügge
im Einzelnen ausführte, wird das Wachstum vor allem von der hohen Nachfrage
nach Leichtmetallen getragen, die rund drei Viertel des ge-samten NE-Metallgusses
ausmachen. Speziell beim Aluminium stieg die Produktion bis Ende September
auf 508.743 t (+3,1%), während Magnesium mit 19.050 t (+0,1%) eine
Verschnaufpause einlegte. Das Mengenwachstum resultiert aus der nach wie
vor hohen Nachfrage der Automobil-hersteller, die zu den wichtigsten Abnehmern
von Metallgussprodukten zählen. |
| |
| Schwieriger gestaltet sich die Lage für die Buntmetallgießer,
die unter der anhaltend schleppenden Baukonjunktur leiden. Dennoch war der
Guss aus Kupfer mit +0,3% (67.155 t) leicht positiv, der aus Zink mit -1,3%
(49.937 t) jedoch rückläufig - nicht zuletzt auch deswegen, weil
Zink einem scharfen Substitutionswettbewerb durch Kunststoff und Stahl ausgesetzt
ist. |
| |
| Ausblick für 2004 optimistisch |
| |
|
Mit Blick auf das Jahr 2004 zeigt
sich Voigtländer für die Branche insgesamt "optimistisch".
Die Automobilindustrie rechne mit einer Belebung der Inlandsnachfrage,
vom Nutzfahrzeugsektor gingen bereits heute positive Impulse aus. Die
elektrotechnische und Elektroindustrie habe die konjunkturelle Talsohle
erreicht und erwarte nun eine leichte Erholung. Ebenso der deutsche Ma-schinen-
und Anlagenbau, die zweitwichtigste Abnehmergruppe der Branche. Für
die Bauwirt-schaft sei dagegen keine Besserung in Sicht. Auch der starke
Euro könne zu einer Belastung für den Export werden. Unterm
Strich erwartet Voigtländer jedoch, "dass die Metallgussindustrie
bei Beschäftigung, Produktion und Umsatz 2004 zulegen wird".
|
| |
| Auch die mittel- bis langfristigen Aussichten der Branche
sieht Voigtländer positiv. Das gelte be-sonders für die Leichtbauwerkstoffe
Aluminium und Magnesium. Der Trend zu Gewichtsersparnis und höherer
Sicherheit sowie zunehmender Anwendungskomfort würden den Anteil von
Leichtmetallen in Pkw in den kommenden Jahren steigen lassen. Für die
langfristig gute Entwicklungsmöglichkeit der Branche spräche auch
die hohe Qualität, Termintreue, Kompetenz und Flexibilität der
heimischen Metallgießereien, die manchen Preisnachteil gegenüber
ausländischen Anbietern kompensierten. |
| |
| Für die neuen Bundesländer ist der GDM-Vorsitzende
ebenfalls zuversichtlich. Voigtländer, der seit Juni 2003 den Vorsitz
beim GDM innehat und Geschäftsführer einer Dresdner Formgießerei
ist, beschreibt die Beschäftigungssituation in den ostdeutschen Gießereien
als zufriedenstellend. So werde heute mehr Leichtmetall gegossen als zu
Zeiten der DDR, wenngleich die Kapazitätsanpassungen beim Buntmetall
markt- und strukturbedingt drastisch gewesen seien. Heute könnten Investitionen
in Ostdeutschland aber häufig schneller als in Westdeutschland realisiert
werden, die Genehmigungsbehörden würden zügig arbeiten und
die Mitarbeiter seien "bestens qualifiziert". |
| |
| Branche leidet unter Fachkräftemangel |
| |
| Sorgen bereitet der Branche dagegen der anhaltende Mangel
an Fachkräften auf allen Qualifizierungsstufen - vom Auszubildenden
bis hin zum promovierten Ingenieur. Trotz großer Anstren-gungen in
der Aus- und Weiterbildung werde es immer schwieriger, ausscheidende Fachleute
in den Betrieben zu ersetzen. "Dabei bieten unsere Mitgliedsunternehmen
Jugendlichen jeden Bildungsniveaus Entfaltungsmöglichkeiten und gut
dotierte, sichere Arbeitsplätze", so Voigtländer. Vor diesem
Hintergrund denkt der GDM gemeinsam mit anderen Gießereiverbänden
über eine Imagekampagne nach, um das antiquierte Bild zu korrigieren,
dass die junge Generation von heutigen Gießereien habe. |
| |
Für weitere Informationen:
Gesamtverband Deutscher Metallgießereien e.V.
Hauptgeschäftsführer Gerhard Klügge
Telefon: (02 11 ) 47 96 - 152
Telefax: (02 11 ) 47 96 - 409
eMail: Gerhard.Kluegge@gdm-metallguss.de
|
| |